Sparkassenlauf / Albert-Kuntz-Lauf
Sparkassenlauf / Albert-Kuntz-Lauf

Kalt im Wald und Wonne in der Sonne

Gemeinsam ging es für diese beiden Läuferinnen natürlich leichter bis ins lockende Ziel. Foto: Christoph Keil

Nordhausen. „Vier Mal über den Kuhberg – das wird hart. Da wird mir wohl ganz schön warm werden“, meinte Philip Heiser , der Chef des Gastgebers Nordhäuser SV fröstelnd bei Minusgraden vor seinem Start im Albert-Kuntz-Sportpark.

 

Nach einem Jahr Pause ging es beim 41. Albert-Kuntz-Lauf wieder über die berühmt berüchtigte Kuppe, die Läufern echte Schmerzen bereitet. Wenig beeindruckt von der 300 Meter hohen Erhebung zeigten sich die Sieger. Daniel Greiner war über 14,4 km der Schnellste im Feld, der am Ende 317 Finisher. Der flinke Sömmerdaer mit den dicken Muskeln hatte dafür auch gleich die Erklärung parat. „Ich bestreite auch Hindernisrennen. So richtig durch Wasser und Schlamm. Da braucht man Kraft“, sagte Greiner, der da in diesem Jahr sogar zur EM nach Polen will. Seinen letzten Auftritt hatte der 34-Jährige beim Albert-Kuntz-Lauf 2006. „Jetzt habe ich sogar gewonnen. Aber nur weil mein Vereinskollege Samsom Tesfaghi krank war. Sonst hätte ich hier keine Chance gehabt“, erzählte Greiner.

 

Zweihundert Meter hinter Greiner war Stephan Knopf eingekommen. Der Arterner Triathlet, der für Orthim Triathlon-Team Nordhausen startet, war gleich in der ersten Runde umgeknickt, hatte aber wacker durchgehalten. Schließlich wollte der 36-Jährige zum ersten Mal das Nordhäuser Doppel gewinnen. Bei der vierten Auflage der Kombination aus Schwimmen (1,6 km) am Freitagabend und dem darauffolgenden Lauf am Samstag (14,4 km) reihte sich Knopf nach den beiden Profi-Triathleten Peter Seidel, Henry Beck und Ironman Altersklassen Vize-Weltmeister Ulrich Konschakwürdig ein. Nach dem Schwimmen noch 14 Sekunden zurück, egalisierte Knopf seinen Rückstand auf Konschak beim Laufen schnell und gewann die Doppel-Wertung mit knapp zwei Minuten Vorsprung. „Am Ende hat es trotz der Verletzung gereicht und ich konnte sogar die Vorjahreszeit auf der Strecke ohne Kuhberg verbessern“, zeigte sich Knopf , der auch im Schwimmen fast eine Minute schneller war als im Vorjahr, trotzdem zufrieden. „Seit ich nicht mehr ringe habe ich mehr Zeit zum Schwimmtraining in Sangerhausen . Das zahlt sich aus“, sagte Knopf .

 

Den Dreifach-Erfolg der Triathleten machte Karsten Knape perfekt. Bei den Damen gewann Stephanie Hoyer (Südharzer Laufshop Team). Über die kurze Strecke (800 m Schwimmen, 7,2 km Laufen) war Junior Tilman Kühne am schnellsten und zeigte mit der wettbewerbsübergreifenden Bestzeit im Schwimmen – als einziger Starter blieb er über die 800 Meter unter der Zehn-Minuten-Marke – das er bereits in guter Frühform ist. Beim Lauf wurde Kühne Dritter.

 

317 Läufer erreichen das Ziel im AKS

 

Souverän in die Saison startete auch Profi-Triathletin Katja Konschak , an der über 7,2 km bei den Frauen erwartungsgemäß kein Vorbeikommen war.

 

Bei den Männern siegte der Sondershäuser Norman Zollner (Rennsteiglaufverein), der vor seinem Glückauf-Kollegen Alexander Fierenz ins Ziel kam. Fierenz hatte übrigens den Silvesterlauf in Nordhausen gewonnen. Zollner plagte nach einem Sturz in der Vorbereitung zwar ein Bluterguss am Oberschenkel. „Aber dafür war ich heute gut in Schuss“, so der 45-Jährige.

Laufchef Klemens Beck hätte sich gern noch ein paar Teilnehmer mehr als die 317 im Ziel gewünscht. „Es gab überraschenderweise nur wenige Nachmeldungen. Im Wald war es anfangs noch kalt, doch dann in der Sonne freuten sich die Sportler über perfektes Laufwetter. Ich denke allen hat‘s gefallen“, sagte Beck .

Die meisten Teilnehmer beim INJOY-Jedermannslauf stellte übrigens wieder die Montessori-Schule mit 46 Startern vor dem LV Altstadt (21) und Triathlon Nordhausen (13).

 

Thüringer Allgemeine Nordhausen / Dirk Pille und Johann Reinhardt / 25.02.19

Rennsteiglaufsieger rennt beim 40. Albert-Kuntz-Lauf in Nordhausen allen davon

 

Leichtathletik: 312 Starter trotzen dem eisigen Wind. Lokalmatador Makarinus wird Zweiter. Das Nordhäuser Doppel geht an Triathlet Seidel

Und los geht‘s: Der Start zum Albert-Kuntz-Lauf mit dem späteren Sieger Marcel Krieghoff (rechts/366). Foto: Christoph Keil

Nordhausen. Die Winter-Stürme sorgten dafür, dass zum 40. Jubiläum des Albert-Kuntz-Laufes zum dritten Mal nach 2008 und 2013 auf den 2-km-Rundkurs ausgewichen werden musste. 312 Läuferinnen und Läufer fanden trotzdem den Weg in den Südharz, darunter auch Rennsteiglaufsieger Marcel Krieghoff (SC Impuls Erfurt), der nach 49:49 Minuten in souveräner Manier den diesmal nur 14,4 km langen 19. Sparkassenlauf gewann. Auch bei den Damen setzte sich mit Katja Konschak (Orthim-Triathlon-Team, 57:31 min) die Topfavoritin durch. Beim Nordhäuser Doppel, der Addition von Schwimmen (800 m) Badehaus am Vorabend und dem Lauf am Samstag, gewann neben Konschak mit Peter Seidel ein weiterer Lokalmatador.

 

Dass der Albert-Kuntz-Lauf große Beliebtheit über die Kreisgrenzen hinaus genießt, zeigte die kurzfristige Meldung des Thüringer Spitzenläufers Marcel Krieghoff. Der Bad Langensalzaer wurde 2016 Thüringer Läufer des Jahres. Im Vorjahr gewann er den Rennsteig-Marathon in Rekordzeit von 2:34:22 Stunden und befindet sich in der Vorbereitung auf den Oberelbe-Marathon Ende April, bei dem er eine Zeit von 2:22 anstrebt.

 

Während die Wacker-Profis nach hartem Freitagabendtraining durch den Stadtpark joggten, distanzierte Krieghoff früh die Konkurrenz der Nordhäuser Armada um Robert Makarinus und das Triathleten-Trio Peter Seidel, Ulrich Konschak und Stephan Knopf. Schon auf der ersten der insgesamt acht Runden setzte sich Krieghoff ab und landete mit letztlich 56 Sekunden Vorsprung einen ungefährdeten Start-Ziel-Erfolg. „Gegen Ende habe ich noch etwas Kraft sparen können“, verrät Krieghoff, denn am Nachmittag folgte direkt die nächste Einheit.

Zweiter vor Seidel wurde Makarinus. „Ich wollte versuchen, vor Peter ins Ziel zu kommen und damit die Ehre der Läufer gegen die Triathleten retten.“ Seidel erklärte: „Nachdem ich im Dezember und Anfang Januar erkältungsbedingt kürzer treten musste, geht die Form nun wieder in die richtige Richtung. Schade, dass heute auf der Strecke die Berge fehlten. Das Doppel habe ich aber gewonnen.

 

Roßberg läuft über 7,2 km auf Rang zwei

 

Über die halbe Streckenlänge von 7,2 km gewann Enrico Schmöller (Weimar/25:52 min). Auch hier gelang mit Sebastian Hartmann einem Nordhäuser als Dritter der Sprung aufs Podest. Unter die Top Ten kam ebenfalls noch Jung-Triathlet Tilman Kühne (9.), der dadurch gleichzeitig den Sieg über die Kurzstrecke des Nordhäuser Doppels (0,8 km Schwimmen, 8 km Laufen) errang.

 

Weitere Bilder der TA:

Vorläufige Startliste

Hier kann die aktuelle Startliste heruntergeladen werden:

 

Vorlaeufige_Startliste_2018

 

23.02.2018

Was Emma und Friederike gemeinsam haben

Es ist nun fast genau 10 Jahre her, dass Orkan Emma dafür gesorgt hat, dass der 30. Albert-Kuntz-Lauf unter besonderen Bedingungen ausgetragen werden musste: Artikel TA 03_2018

 

In diesem Jahr feiert der Albert-Kuntz-Lauf nun sein 40. Jubiläum und sieht sich erneut mit den Folgen eines Orkans konfrontiert. Friederike ist zwar längst verschwunden, hat aber ihre Spuren auch rund um den Kuhberg hinterlassen. Leider führte dies dazu, dass die Strecke in diesem Jahr nicht rechtzeitig für den Lauf freigegeben werden konnte.

 

Wie auch 2008 wird der Lauf daher auf dem flachen Rundkurs ausgetragen. Für den 8km-Lauf werden also 4 Runden und für 16km-Lauf 8 Runden gelaufen werden müssen.

 

Wir hoffen, dass diese Entscheidung auf euer Verständnis trifft!

 

19.02.2018

392 Läufer im Ziel:

Albert-Kuntz-Lauf bricht Finisher-Rekord

 

Der 18. Sparkassenlauf / 39. Albert-Kuntz-Lauf war wieder einmal ein großer Erfolg.

Leichte Plusgrade, ein wenig Sonnenschein - bestes Laufwetter lockte die Aktiven, sie kamen größtenteils aus der Region, zum 39. Albert-Kuntz-Lauf und zugleich 18. Sparkassenlauf, welcher gleichzeitig der 2. Teil des zum zweitenmal ausgetragenen Nordhäuser Doppel organisiert wurde, an die frische Luft. Organisationschef Klemens Beck hatte vorsichtshalber 600 Startnummern drucken lassen. Gebraucht wurden um die 450. Für die 2, 8 und 16 Kilometer lagen insgesamt 463 Meldungen vor. Bei Beck sorgte indes eine andere Zahl für helle Begeisterung: "Ins Ziel kamen 392 Läufer. Das sind einige mehr als im vorigen Jahr. Für uns ist das ein neuer Nachwenderekord."

Schon bei den Kleinen war jede Menge los. Foto: Christoph Keil

Ein nicht enden wollender Strom an Läufern setzte sich beim INJOY-Jedermannlauf über zwei Kilometer in Bewegung. Die Schnellsten waren Franz Rensing (HSG Nordhausen; 5:54 min), Hagen Selle (SV Nordhausen 90 Triathlon; 6:31 min) und Willy Wackerhagen (Harztor-Läufer/SV Hannovera Niedersachs-werfen; 6:53 min).Teilnahmestärkstes Team war wie letztes Jahr die Montessori-Grundschule mit 60 Startern.

Während nach und nach die Teilnehmer das Ziel erreichten, bereiteten sich im Eingangsbereich des Albert-Kuntz-Sportparks die Läufer auf den Start über 8 und 16 Kilometer um die Pokale der Kreissparkasse Nordhausen vor.

Die Platzierten über 16 Kilometer waren Maik Willbrandt (BMW-DHfK Leipzig; 50:06 min), Robert Makarinus (Nordhausen; 52:18 min) und Ulrich Konschak (Orthim Triathlon Team; 53:12 min). Über die Hälfte triumphierte Samsom Tesfazghi Hayalu (SV Sömmerda; 22:25 min) vor Enrico Dietrich (VfB Germania Halberstadt; 25:05 min) und Toni Keller (GutsMuths-Rennsteiglaufverein; 25:47 min). Bei den Frauen siegte Katja Konschak (Orthim Triathlon Team; 1:03:03 h) gefolgt von Yvonne Ittershagen (1.Eichsfelder Sportclub; 1:06:36 h) und Lisett Kraft (SC DHfK Leipzig; 1:11:53 h)

Die ins Ziel kommende Läuferschar erhielt auf allen Strecken eine Medaille zur Erinnerung und sorgte bei Beck für reichlich Zufriedenheit. Das Nordhäuser Doppel mit dem Nordhäuser Triathlon und unseres Laufes wird sich bestimmt als fester Bestandteil für die Triathleten in Bezug auf ihren Saisonstart etablieren, fügte er noch hinzu. Mit einem Auge schielte der Organisationschef bereits auf das kommende Jahr "Bei der Jubiläumsauflage wollen wir gern die Marke von 400 Finishern knacken." Der Rekord aus dem Vorjahr würde dann abermals geknackt werden.

 

Sandra Arm

 

Bilder vom Nordhäuser Doppel

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